verschwindet
Kapitän Corto Maltese bekommt als Gast der Pension Java mit, wie die
Besitzerin einem alten Mann Hausverbot erteilt. hdmi extender Der Mann entschuldigt
sich bei Corto wegen dieser Ruhestörung und verschwindet. Madame Java
erklärt Corto, was es mit diesem Mann auf sich hat. Einst war Jeremiah
Steiner einer der angesehensten Philosophen und Wissenschaftler, der an
der Universität von Prag unterrichtete und um den sich die geistige Elite
gerissen hat. Doch irgendwo zwischen Prag und seinem derzeitigen Aufenthaltsort
in Paramaribo, Holländisch Guyana hat er sein Wissen gegen eine Alkoholsucht
eingetauscht. Plötzlich taucht ein Junge auf, der nach Madame Java gesucht
hat. Anscheinend kannte die Pensionsbesitzerin seinen Vater Ronald Bantam.
Corto läßt die beiden alleine, um nach seinem Schiff zu schauen. Auf seinem
Weg zum Schiff wird er Zeuge einer Tätlichkeit. Ein Muskelberg von einen
Mann versucht den gerade aus der Pension geworfenen Jeremiah Manieren
beizubringen, und dies, wenn nötig, mit Gewalt. Kapitän Maltese will dabei
nicht zusehen und mischt sich ein, was damit endet, daß er den Muskelberg
und seinen Begleiter niederschlägt. Anschließend bringt Corto Jeremiah
auf sein Schiff und stellt dem Mann sein Bett zur Verfügung. Als Corto
zur Pension zurückgekehrt ist, wird er von Madame Java erwartet. Sie bittet
ihn darum, sich anzuhören, was ihm der junge Tristan Bantam zu erzählen
hat. Bantam eröffnet Corto, daß er nach dem Tode seines Vaters die Suche
nach dem Ort fortsetzen will, den sein Vater nie gefunden hat. Doch all
die Aufzeichnungen von Tristans Vater ergeben auf den ersten Blick keinen
Sinn. Die Karten scheinen Orte zu zeigen, die man nirgendwo finden kann
und die dazugehörenden Symbole geben weitere Rätsel auf. Corto, der schon
in der ganzen Welt herumgekommen zu sein scheint, erklärt Tristan, daß
er ähnliche Zeichen auf einer Insel im Südpazifik gesehen hat, als er
in Panape vor Anker lag. Er war auf einen alten Tempel gestoßen, in dessen
Oberfläche ähnliche Zeichen eingearbeitet waren. Tristan erzählt, daß
er in den Aufzeichnungen seines Vaters auf einen untergegangenen Kontinent
namens "Mu" gestoßen ist und daß sein Vater in Südamerika auf zylindrische
Gebäude gestoßen sei, die nichts mit der Pyramidenform der dort untergegangenen
Zivilisationen gemein haben und auch dort hat er ähnliche Zeichen entdecken
können, die auf eine Existenz von Mu hinweisen. In den Briefen finden
sich Andeutungen auf weitere Dokumente, die einer gewissen Fräulein Morgana
Dias do Santos Bantam di San Salvador von Bahia gehören. Von Tristan erfahren
wir, daß es sich dabei um seine Halbschwester handelt. Anscheinend hat
Ronald Bantam, als er sich von Tristans Mutter hat scheiden lassen, in
Südamerika wieder geheiratet, doch als er vom Tode seiner Exfrau gehört
hatte, kam er zurück, um sich um seinen Sohn zu kümmern. Doch kurz darauf
starb er selbst. Zu dieser Zeit sollen seltsame Dinge in dem Hause der
Bantams passiert sein. Es schien damals Tristan so, als hätten seltsame
Kräfte die Einrichtung und die Personen ergriffen, von denen Ronald Bantam
behauptete, daß sie Botschaften aus seiner zweiten Heimat überbringen
würden und daß Tristan dorthin gehen müßte. Später riefen unheimliche
Stimmen, die den Namen "Ogoun Ferraille" trugen, Tristan und nun glaubt
er spüren zu können, wie er seiner Schwester immer näher kommt. Eine neue
Besucherin stört die Unterhaltung. Sie hat eine Nachricht für Tristan.
Es ist eine Botschaft direkt von Ogoun Ferraille. Anscheinend wurde die
Nachricht während einer großen Vodoo-Zeremonie der Frau übermittelt und
sie scheint größten Respekt vor Morgana zu haben, die eine Anhängerin
von "Golden Rose-Mouth" ist. Der Brief enthält neben den magischen Symbolen
der brasilianischen "Macumba" die Aufforderung an Tristan, daß er sich
in Energie verwandeln soll, um so sein zweites Leben zu beginnen. Die
Vodooanhängerin schreit plötzlich auf. Eine große Gefahr sei in der Nähe
und schon zerreißt ein Schuß die abendliche Stille. Es ist wieder der
Muskelprotz, der schon den Professor angepöbelt hat, der einen Schuß abgefeuert
hat und der Tristan an der Schulter trifft. Mit außergewöhnlicher Geschicklichkeit
schleudert Madame Java ihre Haarnadel auf den Angreifer. Diese trifft
den Mann tödlich. Corto glaubt im ersten Moment, daß der Angriff eigentlich
ihm galt, doch die Vodoofrau glaubt, daß Tristan das wirkliche Ziel war.
Bei dem toten Attentäter finden sie Geld und eine Adresse. Doch ehe Corto
die Möglichkeit hat, die Lage neu zu beurteilen, erfährt er, daß sein
Schiff brennt. Schnell eilt Corto zu seinem Schiff und schafft es gerade
noch, den Professor zu retten. Er gibt ihm den Rat, schnellstens zu Madame
Java zu gehen. Corto stattet dem Anwalt einen Besuch ab, dessen Adresse
er in den Sachen des Attentäters gefunden hat. Ohne große Umschweife erklärt
Corto dem dort niedergelassenen Anwalt, was er in den letzten Stunden
in Erfahrung gebracht hat und von der plötzlich immer dramatischer werdenden
Zuspitzung der Lage. Doch bevor der Anwalt irgendetwas antworten kann,
greift der Partner des Attentäters Corto an. Ein Schuß tötet den Anwalt
und der Angreifer erzählt, nachdem er einsehen muß, daß Corto der stärkere
ist, bereitwillig, was er weiß. Cortos Schiff haben sie angezündet, um
sich an Corto für die Schläge, die sie durch sein Eingreifen einstecken
mußten, zu rächen. Den Jungen sollten sie im Auftrag des Anwalts töten.
Corto bringt den Mann danach zur Polizei. Inzwischen stellt sich heraus,
daß Professor Steiner etwas mit den Aufzeichnungen von Tristans Vater
anfangen kann. Außerdem scheint es so, daß die alten Ägypter in ihrem
Buch der Toten von ihren Vorfahren, die aus "Mu" kamen, sprachen und auch
das griechische Alphabet ist diesen Vorfahren gewidmet. Corto ist über
das neu erwachte Interesse des Professors an eine längst untergegangene
Welt verwundert. Er erfährt weiter, daß Tristan ein Schiff namens "Yawl"
erworben hat und er bittet Corto darum, dieses für ihn zu steuern. Er
will seine Schwester in Bahia besuchen. Corto willigt ein und erklärt
Tristan weiter, daß es sein eigener Vormund, ein Anwalt namens Milner,
war, der Tristan umbringen lassen wollte. Als Corto sich den Schriftverkehr
des von ihm aufgesuchten Anwalts näher angesehen hat, stieß er auf eindeutige
Hinweise. Deswegen will Corto Milner nun einen Brief senden und einen
kleinen Vodoo-Teufel, der dem Empfänger einige Qualen bereiten wird.
Fortsetzung folgt
